Bayerische Rhön

Land der offenen Fernen

Die Rhön ist bekannt für ihre artenreichen Bergwiesen und mageren Weideflächen. Mit ihrer charakteristischen Pflanzen- und Tierwelt gilt sie als bundesweiter Hotspot der Biodiversität.

Das macht das Reservat aus

Mit dem Mauerfall wurde die Rhön Mitte Deutschlands und das länderübergreifende UNESCO-Biosphärenreservat im Dreiländereck Bayern, Hessen und Thüringen ein Symbol für die Wiedervereinigung. Nur wenige Regionen Mitteleuropas sind auf vergleichbarem Raum so reich an Pflanzenarten und -gesellschaften wie die Rhön.

Einzigartige Kulturlandschaft

Die einzigartige Kulturlandschaft der Rhön ist Ergebnis einer Vielfalt von Standortbedingungen und der landwirtschaftlichen Nutzungsgeschichte. Durch die Kargheit des Bodens und das raue Klima wird in den Hoch- und Mittellagen überwiegend extensive Landnutzung betrieben. Diese kleinbäuerliche Nutzungsform führte in Kombination mit kleinflächiger Erbteilung zum heutigen mosaikartigen Landschaftsbild, das Lebensraum für viele Tiere und Pflanzenarten bietet.

Streuobstwiesen

Ob blütenreiches Grünland, Hecken oder Streuobstwiesen, alle Landschaftselemente sind Teil des Reichtums dieser Region. Die hier noch genutzten alten Obstsorten sowie alten Nutztierrassen werden in der heimischen Gastronomie verarbeitet. So kommen Einheimische und Besuchende der Region in einen ganz besonderen Genuss.

Pflanzen-, Insekten- und Vogelwelt

Alpen-Milchlattich, Blauer Eisenhut und viele andere Blühpflanzen bringen Farbe in die Landschaft. Seltene Säugetiere wie z.B. Bechsteinfledermaus, Alpenspitzmaus und Wildkatze kommen hier noch vor. Die Vogelwelt wird durch Wiesenpieper, Schwarzstorch und andere seltene Arten geprägt. Amphibien wie Feuersalamander und Kammmolch sind in den Feuchtgebieten und Wäldern anzutreffen. Auch die Insektenwelt ist äußerst vielfältig mit vielen seltenen Arten.

Zahlen und Fakten rund um das Biosphärenreservat Bayerische Rhön

1.295 km² Fläche

1.295 km² Fläche

Das Reservat erstreckt sich über eine Fläche von 1.295 Quadratkilometern.

42 alte Nutztierrassen

42 alte Nutztierrassen

In der Rhön werden derzeit 42 alte und gefährdete Nutztierrassen gehalten und auf diese Weise in ihrer Art erhalten.

48 % Landwirtschaft

48 % Landwirtschaft

48 Prozent der Fläche des Reservats werden landwirtschaftlich genutzt.

IDA Beleuchtung

IDA Beleuchtung

Das Reservat wurde im August 2014 von der Dark-Sky Association (IDA) als Sternenpark ausgezeichnet. Damit verpflichten sich die Gemeinden die Lichtverschmutzung durch besondere Straßen- und Gemeindebeleuchtung deutlich zu reduzieren. Dies trägt auch entscheidend zum Insektenschutz bei.

Mehr Informationen zum Biosphärenreservat Bayerische Rhön

Mehr Informationen zum Biosphärenreservat Bayerische Rhön

Für weitere Informationen besuchen Sie die Homepage des Biosphärenreservats Bayerische Rhön.

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