Schwarzwald

Grünlandreiche Waldlandschaft

Das Biosphärengebiet Schwarzwald ist eine von der UNESCO anerkannte internationale Modellregion für nachhaltige Entwicklung. Es ist eine seit der Römerzeit besiedelte Kulturlandschaft in einem der vielfältigsten Mittelgebirge Europas.

Das macht das Gebiet aus

Steile Hänge und die nur wenig fruchtbaren Böden machen das Gebiet für den konventionellen Ackerbau seit jeher zu einer Herausforderung. Nur 0,3 Prozent der Fläche sind Ackerland. Stattdessen bedecken 68 Prozent des Biosphärengebietes naturnahe Bergmischwälder, ein Viertel der Fläche wird als Grünland extensiv bewirtschaftet. Nur drei Prozent dienen als Siedlungsflächen.

Grünlandreiche Waldlandschaft

Das Biosphärengebiet Schwarzwald gehört zum Landschaftstyp der „grünlandreichen Waldlandschaften“. Kennzeichnend sind die Allmendweiden, die es nur hier gibt. Es sind ehemals gemeinschaftlich genutzte, meist großflächige Bergweiden, die bis in die höchsten Lagen reichen und durch die nachhaltige landwirtschaftliche Beweidung ihre einzigartige Form angenommen haben.

Lebensraum für selten gewordene Insektenarten

Botanische Raritäten wie Arnika, Silberdistel, Flügelginster oder der Schweizer Löwenzahn in den Gipfellagen machen die oft artenreichen Magerrasen zu einem wichtigen Lebensraum für selten gewordene Insektenarten wie Wildbienen, Heuschrecken oder Tagfalter. Oft werden die Weideflächen durch große Einzelbäume, wie markante Weidbuchen, Gehölzgruppen sowie Gesteinshalden und Felsen ergänzt.

Ökologische Landwirtschaft

Die Erhaltung dieser artenreichen Lebensräume ist angesichts der Strukturveränderungen in der Landwirtschaft eine immer größere Herausforderung und eine wichtige Aufgabe des Biosphärengebiets. Die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe wirtschaften bereits heute oft nach ökologischen Kriterien. Sie verbinden ihr Wirtschaften mit Umweltschutz oder stellen durch Vertragsnaturschutz eine Landschaftspflege im Sinne des Naturschutzes sicher.

Zahlen und Fakten rund um das Biosphärengebiet Schwarzwald

632 km² Fläche

632 km² Fläche

Das jüngste Unesco-Biosphärengebiet Deutschlands erstreckt sich über Teile der drei Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Waldshut und Lörrach sowie der Stadt Freiburg und umfasst landschaftliche Höhepunkte wie Schauinsland, Belchen, Nonnenmattweiher, Wiesental und Hotzenwald.

Landschaft

Landschaft

Hochweiden (sogenannte Weidfelder), Bergmischwälder, Bergbäche, Blockhalden, Felsen, Moore, Stillgewässer, glazial überformte Täler machen das Biosphärengebiet Schwarzwald zu einem besonders abwechslungsreichen Landschaftsraum.

310 m – 1415 m

310 m – 1415 m

Große Höhenunterschiede: Von 310 Metern in den Tallagen bis in luftige 1415 Meter Höhe am Herzogenhorn reicht das Biosphärengebiet. In keiner anderen Mittelgebirgslandschaft Deutschlands gibt es solche Höhenunterschiede auf engstem Raum.

90 % Nebenerwerb

90 % Nebenerwerb

Hoher Anteil an Nebenerwerbslandwirtschaft: 90 Prozent der Landwirt:innen beziehen ihr Einkommen nicht nur aus ihrem Betrieb, sondern aus der Teil- oder Vollzeitarbeit in anderen Branchen oder eigenen Tourismusangeboten.

Mehr Informationen zum Biosphärengebiet Schwarzwald

Mehr Informationen zum Biosphärengebiet Schwarzwald

Sagenhafte Ausblicke, eine faszinierende Natur, regionale Spezialitäten und lebendiges Brauchtum – hier lässt sich der Schwarzwald von seinen schönsten Seiten erleben.

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